Finanzierung

Die Ergotherapie ist ein anerkanntes Heilmittel (Formular „Heilmittelverordnung 18“), das vom behandelnden Hausarzt oder Facharzt verordnet und von den gesetzlichen sowie privaten Kassen bezahlt wird.
Handelt es sich um eine Störung, die während des beruflichen Alltags entstanden ist, werden die Kosten i.d.R. von der zuständigen Berufsgenossenschaft übernommen.
Zusätzlich können Haus- oder Heimbesuche verordnet werden.

Zahlungsinformationen
Für die Ergotherapie müssen Sie, wie für andere Heilmittel auch, eine Zuzahlung leisten. Ihre Krankenkasse fordert eine 10%ige Zuzahlung zu ihrer Heilmittelverordnung und eine Pauschale von 10.-€ pro Rezept.

Beispielrechnung
Ihr Arzt verordnet Ihnen10 Einheiten Hirnleistungstraining.
Der Kassensatz pro Behandlungseinheit beträgt 20,-€.
Ihre Zuzahlung beträgt somit 2.-€ pro Behandlungseinheit.
Zu den insgesamt 20.-€ Zuzahlung für 10 Behandlungseinheiten kommen 10,-€ Rezeptgebühr hinzu.
Ihre Zuzahlung beträgt somit pro Rezept 30.-€.

Die jährliche Zuzahlung beträgt 1% bzw. 2% Ihres gesamten Jahres- Bruttoeinkommens.
1% des jährlichen Bruttoeinkommens zahlen Personen, die unter die so genannte „Chronikerregelung“ fallen. Als chronisch krank gilt eine Person, die sich seit mehr als einem Jahr mit der gleichen Diagnose in ärztlicher Behandlung befindet. Das dazu notwendige, fachärztliche Attest muss bei der Krankenkasse eingereicht werden.
Sammeln Sie bitte alle Rechnungen und Quittungen für die von Ihnen bezahlten Heilmittel oder Medikamente. Bei Einreichung dieser Nachweise erhalten Sie eine Befreiungskarte ihrer Krankenkasse.
2% des jährlichen Bruttoeinkommens müssen Personen an Zuzahlung leisten, die weniger als ein Jahr aufgrund der gleichen Diagnose in Behandlung sind.